Monday, February 11, 2019

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Otto Förschner - Wikipedia


Otto Förschner (4. November 1902 - 28. Mai 1946) war ein deutscher SS-Befehlshaber und NS-KZ-Beamter. Er war Kommandant des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora und des Konzentrationslagers Kaufering im Lagersystem Dachau. Er wurde wegen seiner Verbrechen angeklagt, im Mai 1946 schuldig gesprochen und gehängt.




Frühes Leben [ edit ]


Förschner wurde am 4. November 1902 in Dürrenzimmern (heute Teil des bayerischen Nördlingen) geboren und wuchs auf einem Bauernhof seiner Familie auf 1922 meldete er sich zum Reichsheer und blieb für die nächsten zwölf Jahre Soldat, wurde 1934 nach dem Abzug aus dem Heer SS-Mitglied und wurde seinem Militärflügel, der SS-verfügbarenstruppe zugeteilt die Organisation, die später zur Waffen-SS werden sollte. [1]


SS-Laufbahn [ edit ]


Zwischen April 1934 und Dezember 1936 besuchte Förschner das SS-Trainingslager in Bad Tölz und wurde 1937 Mitglied der NSDAP. 19459018 Zitat erforderlich ] Während der deutschen Invasion der Sowjetunion 1941 diente er als Offizier bei der 5. SS-Panzerdivision Wiking Nachdem Förschner im Einsatz verwundet und für medizinisch für den Kampfdienst ungeeignet erklärt worden war, wurde er in die SS-Totenkopfverbände überführt, [1] im Frühjahr 1942 als Schutzhaftlagerführer des KZ Buchenwald übernommen.

Im September 1943 erhielt Förschner das Kommando über das neu errichtete Konzentrationslager Mittelbau-Dora, das zu dieser Zeit als Unterlager des viel größeren Buchenwaldes diente. [1] Mittelbau-Dora hatte zum Ziel Sklavenarbeiter aus der Insassenbevölkerung in die nahegelegene V-Waffenproduktionsanlage Mittelwerk. Neben seiner Position als Kommandant bei Dora war Förschner auch technisch Geschäftsführer der Mittelwerk GmbH, der von der Bundesregierung gegründeten Vorderfirma für V-Waffen-Produktion. Er würde dieses Amt bis April 1944 halten, als er von Georg Rickhey abgelöst wurde.

Förschner hatte ein umstrittenes Verhältnis zu den verschiedenen NS-Sicherheitsdiensten (SD und Gestapo), die in und um Mittelbau-Dora tätig waren. Seine Führung wurde von ihnen regelmäßig als zu "weich" sowohl für die Häftlinge als auch für das Personal des Lagers kritisiert. [2] Besonders beunruhigend für sie war Förschners Praxis, Häftlingsfunktionäre fast ausschließlich aus den deutsch-kommunistischen Häftlingen des Lagers auszuwählen.


Tote Arbeiter liegen in unebenen Reihen auf den Kasernenhallen von Nordhausen.

Förschners Ruf in der NSDAP wurde im November 1944 schwer beschädigt, als viele der von ihm eingesetzten Häftlingsfunktionäre von der Gestapo zusammengetrieben und enthüllt wurden war an Widerstandsaktivitäten innerhalb des Lagers beteiligt, vor allem an der Sabotage von V-Waffen während des Produktionsprozesses. Nachdem bekannt wurde, dass Förschner keine Bonuszahlung von 10.000 Reichmark, die er von der Mittelwerk GmbH erhalten hatte, gemeldet hatte, wurde er im Februar 1945 als Kommandant von Mittelbau-Dora abgesetzt und durch den ehemaligen Auschwitz-Kommandanten Richard Baer ersetzt. [3]

Nachdem Förschner vom Kommando bei Mittelbau-Dora abkommandiert worden war, wurde er nach Dachau verlegt, wo er kurz als Kommandant des Unterlagers Kaufering diente.


Prozess und Verurteilung [ edit ]


Im April 1945 wurde Förschner von der US-Armee gefangen genommen. Er war Angeklagter im KZ Dachau, in dem er wegen Kriegsverbrechen aus seiner Amtszeit in Kaufering angeklagt wurde. [4] Förschner wurde nämlich wegen der brutalen Zustände, die im Lager herrschten, und seiner Rolle in der Geschäftsführung angeklagt Hinrichtungen von Gefangenen.

Am 13. Dezember 1945 wurde er von einem US-Militärgericht verurteilt und zusammen mit 35 weiteren Angeklagten zum Tode verurteilt. Am 28. Mai 1946 wurde er im Landsberg-Gefängnis gehängt. edit ]


  1. ^ a b Tom Segev, Tom Segev, [194565013] ] Soldaten des Bösen Berkley Books, 1991, p. 70

  2. ^ Segev, Soldaten des Bösen p. 26

  3. ^ Guy B. Adams, Danny L. Balfour, Unmasking Administrative Evil M.E. Sharpe, 2009, p. 63

  4. ^ Holger Lessing: Der erste Dachauer Prozess (1945/46) Baden-Baden 1993, S.319

  5. ^ Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war vor und nach 1945. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2005, p. 158







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